Third Conditional im Englischen: irreale Bedingungen in der Vergangenheit
Mit dem Third Conditional sprichst du über etwas, das in der Vergangenheit nicht passiert ist - typisch fuer Bedauern, Kritik oder ein anderes mögliches Ergebnis. Die Bildung ist fest: 'if' + past perfect im Bedingungssatz, 'would have' + Partizip Perfekt im Hauptsatz, zum Beispiel "If I had known, I would have called." oder "She would have passed if she'd studied." Anders als im Deutschen, wo der Konjunktiv II oft mit 'hätte/wäre' und nur einem Verb auskommt, brauchst du im Englischen wirklich beide Teile in der richtigen Zeitform. Der klassische Fehler deutscher Lerner: 'would' rutscht in den if-Satz ('If I would have known') - das ist falsch; nach 'if' steht hier immer das past perfect.
Beispiele
- If I had known, I would have called. the speaker didn't know, so didn't call
- She would have passed if she'd studied. she didn't study, so she failed
- If we hadn't left late, we wouldn't have missed it. leaving late caused missing it
Die ganze Lektion
Alles aus dem Video, als Text.
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Du willst über eine Vergangenheit sprechen, die nie passiert ist: Reue, Was wäre wenn? Dafür gibt es ein Muster und einen berühmten Fehler.
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Wir nutzen es für unwirkliche Situationen in der Vergangenheit: Dinge, die nicht geschahen, und das Ergebnis, das deshalb nie kam. So sieht es aus.
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Zwei Hälften. Die <t>if</t>-Hälfte setzt die unwirkliche Bedingung mit <t>had</t> plus Partizip. Die Ergebnis-Hälfte nutzt <t>would have</t> plus Partizip.
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Nimm das klassische Beispiel. If I had known, I would have called. Ich wusste es nicht, also rief ich nicht an. Beide Teile sind klar in der Vergangenheit.
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Das Ergebnis kann zuerst kommen, dann ohne Komma. She would have passed if she had studied. Sie hat nicht gelernt, also ist sie durchgefallen.
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Es klappt auch mit Verneinungen: eine Ursache und ein vermiedenes Ergebnis. If we hadn't left late, we wouldn't have missed it. Zu spät loszufahren ist genau das, was uns das Verpassen kostete.
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Warum diese Formen? Das <t>past perfect</t> (<t>had</t> plus Partizip) zeigt: Die Bedingung ist vorbei und unwirklich. <t>Would have</t> markiert ein Ergebnis, das nie eintrat.
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Jetzt die berühmte Falle. Setz <t>would have</t> nie in die <t>if</t>-Hälfte. Es heißt nicht <t>if I would have known</t>: Die <t>if</t>-Hälfte nimmt das <t>past perfect</t>: <t>if I had known</t>.
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Und verwechsle es nicht mit dem zweiten Konditional. Das zweite ist die unwirkliche Gegenwart: <t>if I knew</t>. Das dritte ist die unwirkliche Vergangenheit: <t>if I had known</t>.
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Noch eins, für Reue, sein häufigster Gebrauch. If I had saved more, I would have bought it. Eine abgeschlossene Vergangenheit, ein Blick auf das, was hätte sein können.
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Zum Merken: <t>if</t> plus <t>past perfect</t>, dann <t>would have</t> plus Partizip. Und <t>would have</t> folgt nie auf <t>if</t>.