Serbische Adverbien und wie sie gebildet werden
Wenn du die serbischen Adjektive schon kennst, hast du die Adverbien fast geschafft. Ein serbisches Adverb der Art und Weise ist einfach die Form des Adjektivs im Neutrum Singular, also die Form auf -o. So wird aus dobar (gut) dobro (gut), aus brz (schnell) brzo (schnell), aus lep (schön) lepo (schön) und aus tih (leise) tiho (leise). Im Deutschen hast du es hier leicht: Auch das Deutsche kennt das flache Adverb ohne eigene Endung, so wie in 'sie singt gut' oder 'er läuft schnell'. Genau dieses Gefühl kannst du ins Serbische mitnehmen, denn das Serbische verlangt ebenfalls keine besondere Adverbendung, sondern greift einfach auf die -o-Form des Adjektivs zurück. Die eine Regel, die du nie loslassen darfst, lautet: Das Adverb verändert sich nie. Anders als das Adjektiv, das sich mit seinem Substantiv in Geschlecht, Zahl und Fall richtet (dobar pas, dobra žena), bleibt das Adverb starr. Es beschreibt das Verb und nicht ein Substantiv, also bleibt es gleich, egal wer die Handlung ausführt. Wir sagen Govorim dobro (Ich spreche gut), Dođi brzo! (Komm schnell!), Lepo pevaš (Du singst schön) und Govori tiho (Sprich leise). Der klassische Fehler besteht darin, das Adverb anzugleichen: Lernende schreiben Govorim dobra, doch richtig ist immer Govorim dobro. Selbst bei einem femininen oder pluralischen Subjekt bewegt sich die Form nicht: One peva dobro (Sie singen gut). Schließlich gibt es eine kleine geschlossene Gruppe von Adverbien der Zeit und des Ortes, die nicht aus Adjektiven gebildet, sondern als eigene Wörter gelernt werden: sada (jetzt), uvek (immer), danas (heute), ovde (hier), tamo (dort), gore (oben), wie in Uvek kasnim (Ich komme immer zu spät) und Čekam ovde (Ich warte hier).
Beispiele
- Govorim dobro. I speak well.
- Dođi brzo! Come quickly!
- Uvek kasnim. I'm always late.
Die ganze Lektion
Alles aus dem Video, als Text.
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Du willst sagen, dass du gut Serbisch sprichst? Eine falsche Endung, und es klingt nicht mehr nach Serbisch. Ich zeige dir, wie es geht.
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Ein Adverb sagt, wie, wann oder wo etwas passiert. Heute geht es um Adverbien der Art und Weise — das Wie — denn die sind am leichtesten zu bilden, sobald du den Trick kennst.
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Hier die Grundregel. Für ein Adverb der Art und Weise nimmst du das Adjektiv und verwendest seine sächliche Singularform. Diese Form auf -o wird dein Adverb, und sie ändert sich nie wieder.
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Vergleich die beiden Seiten. Das Adjektiv passt sich seinem Nomen in Geschlecht und Zahl an. Das Adverb ist starr: eine feste Form für jede Situation.
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Nimm das Adjektiv dobar, also gut. Seine sächliche Form ist dobro, und genau das ist auch das Adverb, gut. Govorim dobro.
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Gleiches Rezept mit brz, also schnell. Die sächliche Form brzo ist das Adverb, schnell. Dođi brzo!
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Und noch einmal mit lep, also schön. Die sächliche Form lepo ergibt das Adverb, schön. Lepo pevaš.
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Das Muster gilt überall. Aus tih, leise, wird tiho, leise. Beachte: das Verb behält seine eigene Endung, nur das Adverb bleibt fest. Govori tiho.
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Nicht jedes Adverb kommt von einem Adjektiv. Eine kleine Gruppe alltäglicher Adverbien der Zeit und des Ortes lernst du einfach als Wörter. Die Zeit sagt wann, der Ort sagt wo.
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Hier eines dieser Zeitadverbien in Aktion. Uvek heißt immer und steht bequem vor dem Verb. Uvek kasnim.
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Und ein Ortsadverb. Ovde heißt hier und legt fest, wo die Handlung passiert. Čekam ovde.
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Und jetzt die große Falle. Weil das Adverb von einem Adjektiv kommt, ist man versucht, es anzupassen, wie ein Adjektiv. Tu das nicht. Das Adverb beschreibt das Verb, nicht ein Nomen, also nimmt es nie eine weibliche oder Pluralendung.
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Sieh, wie diese feste Form standhält. Das Subjekt ist weiblich und Plural, das Verb ändert sich, aber das Adverb dobro bleibt genau gleich. One peva dobro.
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Merk es dir so. Bilde das Adverb der Art und Weise aus dem sächlichen Adjektiv auf -o, halte diese Form fest, egal welches Subjekt, und lerne die einfachen Zeit- und Ortsadverbien als Wörter.